Veranstaltungskritiken

Würdigung vergangener Veranstaltungen in der Kneipenbühne:

2019 05.10.

Walter Pucher

Walter Pucher debütierte am Samstag in der Kneipenbühne mit gefühlvollen, meist tiefgründigen und gediegenen Texten, in denen er sich oft passgenauer Metaphern bediente, um  intime Gefühle darzustellen – es ging vorwiegend um Liebe, Abschied und Sehnsucht; seine offen gestimmte, mit viel Gefühl gespielte Gitarre passte vorzüglich dazu und unterstrich auf zarte, wenn nicht sogar zärtliche Weise sein atmosphärisch dichtes Programm – er beherrschte sein edles Holz,  zu dem er seit vielen Jahren „ein monogames Verhältnis“ hat, mit großer Virtuosität. So demonstrierte er den leider viel zu wenigen Zuhörern in leisen Tönen gleich zu Beginn, wie er Basspattern, Perkussion, Akkorde und Melodie auf seiner Gitarre gleichzeitig darzustellen vermag – ­ natürlich ohne Loopstation!  Der sympathische Kärntner Wahlwiener tat das übrigens ganz unprätentiös; und auch, wenn die anwesenden Oberpfälzer und Franken nicht alles verstanden, was der Österreicher Dialekt an Spezialitäten zu bieten hat, konnte zumindest der aufmerksame Zuhörer die Intensität des Dargebotenen genießen.