Veranstaltungskritiken
Würdigung vergangener Veranstaltungen in der Kneipenbühne:

Midge's Pocket
Was für ein Start in die Frühjahrssaison der Kneipenbühne, die übrigens ihre fünfundvierzigste Saison beginnt! Das Wetter machte der Veranstaltung einen dicken Strich durch die Rechnung. Fast dreißig Reservierungen wurden gecancelt aus (übrigens höchst überflüssiger) Angst vor dem Wintereinbruch; und Wunder: trotzdem war das Klassenzimmer nahezu gefüllt. Dies nur am Rande.
„Midge’s Pocket“, ein Quartett von allerhöchster Güte, debütierte in veränderter Besetzung mit brandneuem Programm im O’wei: In zwei Wochen erscheint ein Album der vier Virtuosen – und viele der darauf befindlichen Eigenkompositionen aus der Feder von Basti Schuhbeck wurden zum ersten Mal präsentiert, noch dazu in einem anderen Gewand, denn die Schuhbeck-Brüder und Bernie Huber entschlossen sich, eine akustische Version ihrer rockigen Songs zu präsentieren. Dabei brillierte der frisch eingewechselte Mann – Axel Hackner – an den Keyboards und vor allem am altehrwürdigen Kneipenklavier, und zeigte auch gesanglich, dass er dem eingespielten Team (Johnny & The Yooahoos) in nichts nachsteht.
Was die vier ablieferten, war derart variantenreich, kurzweilig, spannend … Es fehlen die Worte, das alles adäquat zusammenzufassen, was da auf der Bühne passierte, zum Beispiel im Finale: da wurde ein Medley-Feuerwerk abgeschossen, das mit Tony Sheridan/Beatles, "Let's Dance" begann und mit Eddie Cochran "C'mon Everybody" endete.
Jedenfalls: „Midge’s Pocket“ legten die musikalische Messlatte sehr hoch; Mal sehen, ob diese Qualität in den kommenden Wochen oder gar Monaten zu toppen sein wird!