Veranstaltungskritiken
Würdigung vergangener Veranstaltungen in der Kneipenbühne:

Father & Son
Father & Son – Yankee und Christoph Meier, wiederholten am Samstag ihr wegen Erkrankung ausgefallenes O-Wei-Frühjahrskonzert, das vor ausverkauftem Haus stattgefunden hätte – diesmal waren leider nur die Hälfte der erwarteten Zuhörer zugegen. Schönes Wetter und die Neumarkter Kulturnacht machten den beiden wohl einen Strich durch die Rechnung.
Wer allerdings der großartigen Darbietung der beiden Virtuosen lauschte, schmolz dahin ob des musikalischen Könnens, das – kombiniert mit großer Liebenswürdigkeit – von einer unglaublichen Bandbreite lebte; hier waren kammermusikalische Interpretationen von Popsongs zu hören, die von dem Duo auf eine neue, ästhetische Ebene gehoben wurden: Kompositionen von Simon & Garfunkel, den Beatles, von Sting und James Taylor wurden geboten, aber auch Rock’n’Roll von Nat King Cole – ”Route 66« –, Jazznummern wie zum Beispiel „Bernie's Tune“ von Gerry Mulligan, und viele Ohrwürmer, die jeder kennt, die aber in dieser Form bestimmt noch nicht zu erleben waren.
Auch die Eigenkompositionen der beiden hatten es in sich: „Waiting For A Rain“, „Choro uno“, „John Wayne’s Lullaby“, und „Close Your Eyes“: hinreißend!
Dass Yankee Meier zu den ganz großen Gitarristen der Regensburger Szene zählt, steht außer Frage – dass sein Sohn ihm mittlerweile auf Augenhöhe begegnet, ist einfach nur schön – die beiden zusammen schaffen es, dass ein Publikum wie das der Kneipenbühne mucksmäuschenstill lauscht und während der anderthalb Stunden Konzert kein Grund zum Abschweifen hat: besser geht’s nicht!