2026 01.10.

Freejazz von eins bis zehn

Neue Experimente, neue Techniken – gemäß der festen Überzeugung Max Ernsts, eines der wichtigsten Vertreter des Dadaismus und des Surrealismus:
“Ein Maler, der sich findet, ist verloren.”

Ein weiteres Werke folgt. “Freejazz von eins bis sechs” ist in natura aktuell in den Schaufenstern von  Evas Kochwerkstatt zu betrachten, “Freejazz von sieben bis elf” demnächst im Rathaus Parsberg.

Herkömmliches Wachs (Paraffinwachs) schmilzt bei 50° bis 60° Celsius. Meine neue Serie verwendet zum Teil Kerzenwachs; das wird die betreffenden Bilder wahrscheinlich (un-) vorteilhaft verändern, wenn aufgrund des Klimawandels die Raumtemperatur entsprechende Werte erreicht. 
In diesem Zusammenhang habe ich als Kontrapunkt für meine Werke kühle Farben verwendet, also auf Rot und Gelb weitgehend verzichtet, denn in der zukünftigen sommerlichen Dauerhitze könnten die Farben (gletscherblau, schneeweiß und dämmerungsgrün) durchaus tröstend auf schwitzende Betrachter wirken, die bereit sind, einen Blick auf meine Free-Jazz-Bilder zu werfen.

Die wilden optischen Improvisationen (Synästhetiker werden einen ebenso großen Spaß haben wie Konsumenten von LSD, die sich aktuell auf einem Trip befinden) sind, anders als digitale Web-Bilder, dreidimensional. 
Meine Serie wehrt sich nämlich gegen die Darstellung auf Bildschirmen oder in gedruckten Katalogen: die Bilder können (mit Genuss) nur live adäquat betrachtet werden, sie leben von Textur und Reflektion und sehen je nach Lichteinfall und Betrachter-Standpunkt jeweils ein klein wenig anders aus. Das ist nicht unbedingt etwas Neues, doch es kann, glaube ich, ein rauschhaft-sinnlich-optisches Erlebnis erzeugen.

„Free Jazz von eins bis elf“ ist deshalb für mich eine Art Befreiung. Warum? Selbst anschauen, bitte.