Offener Brief

Hallo Nachbarin,

falls die Straße nicht zu deinem Grundstück gehört (wovon auszugehen ist), darf am Straßenrand geparkt werden, es sei denn, es steht da ein Schild (Parkverbot, Halteverbot, Anwohner). Ich kann keines entdecken. Du kannst ja bei der Gemeinde eines beantragen; eine Genehmigung ist unwahrscheinlich, könnte dich im Erfolgsfall jedoch sehr beruhigen. 
Du beklagst dich darüber, dass auf deinem Grundstück Autos parken. Wenn du das nicht magst, weil wahrscheinlich samstags zwischen halb acht und elf Uhr abends nachhaltig deine Wiese ruiniert wird (ungefähr maximal 30mal im Jahr, vorausgesetzt es sind alle Veranstaltungen der Kneipenbühne ausverkauft und Gäste wagen es in ihrer Verzweiflung, für ein paar Stunden ein paar deiner Quadratmeter zu nutzen), dann stell einfach ein Schild auf: „Privatgrund, Parken verboten; widerrechtliche geparkte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt“ oder so ähnlich. Und wenn niemand sein Auto vor deinen Eingang stellen soll, dann hilft bestimmt auch ein weiteres Schild „Eingang freihalten für Notarzt, Rettungssanitäter und Feuerwehr.“ 
Ich helfe dir gerne bei der Gestaltung der Hinweistafeln; aufstellen musst du sie dann selber. 

Grüße
Golly

PS: Zu dieser Musik und zu diesem Text lässt es sich trefflich meditieren:

Sinngemäß geht es um Egoismus und die Fixierung auf das eigene Ich. Das ständig wiederholte „I, me, mine“ lässt sich etwa mit „Ich, ich, meins“ wiedergeben. George Harrison beschreibt eine Welt, in der sich alles ums eigene Ich und den eigenen Besitz dreht. Dieses Denken begegnet ihm überall – tagsüber, nachts, selbst in Gefühlen und Tränen. Es breitet sich geradezu unaufhaltsam aus.