Home At Last
geschrieben von golly am 18.12.2016 spät, spät in der Nacht oder besser: früh, früh am Morgen

„Home At Last“, ein Quartett, das in der Kneipenbühne zum dritten Mal in Folge an einem vorweihnachtlichen Samstag durch seine Vielseitigkeit brillierte, beendete am vergangenen Wochenende das ebenso hochkarätige wie abwechslungsreiche O’wei-Jahr, leider vor einem zahlenmäßig recht schmalen aber nichtsdestoweniger begeisterten Publikum.
Da war zum einen Deti Steinbach an den Keyboards, ein Freund ausgefeilter Harmonien, der mit seiner wunderschönen Stimme Juwelen vorzugsweise US-amerikanischer Popmusik sang und mit Hingabe und Virtuosität auf den Tasten interpretierte. Da war zum anderen Tommy Gedon, ein großartiger Sologitarrist, dessen Focus seit vielen Jahren auf Bluesmusik liegt und der entsprechende Soli und Gesangsnummern zum Besten gab. Dazwischen Kola von Kruedener, ein vogelwilder Conférencier, der, außer, dass er sein Schlagwerk hervorragend bediente, seinem Publikum (in Hinsicht auf die neue „Tanzmusikscheibe“ „Nicks Freunde“ von Golly?) erklärte, was für ein Tanz da gerade gespielt wurde, etwa neben einer Rumba und einem Slow Fox ein „THC-durchtränkter Twist“. Da war schließlich Gerry Lauterbach am Bass, der federnd groovend die Basis zu einem stimmigen Gesamtbild legte.
Darüber hinaus brillierte das Quartett mit mehrstimmigem Gesang: Der meist dreistimmige Backgroundchor war immer passend, von Kruedeners unisono zur Hauptstimme geführte Kopfstimme vorzüglich.

Fotos: Volker, Film: Golly
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