Meridianerland - Wissenschaft und Menschheit

Sonya Heller & Jean Mann
geschrieben von golly am 18.9.2016 spät, spät in der Nacht; oder auch: früh, früh am Morgen

Sonya Heller & Jean Mann eröffneten am Samstag die neue Saison in der Kneipenbühne. Die zwei US-Amerikanerinnen – Sonya aus New York City und Jean aus Seattle – begeisterten mit Gänsehautmusik, mit Herbstmusik, bei der einem trotz Dauerregen warm ums Herz wurde. Während die New Yorkerin mit ihrer Art zu singen und Gitarre zu spielen an Joni Mitchell erinnerte, bestach die ebenso großartige Singer/Songwriterin aus Seattle mit schlauen Akkorden und Rhythmuswechseln auf ihrer Ukulele. Beide jedoch zwangen die O’wei-Zuhörer mit ihren wunderschönen Stimmen zum Niederknien (bildlich gesprochen) , zumal wenn sie zweistimmig sangen. Bei ihren eigenen Kompositionen und Texten hatte man den Eindruck, dass alles, was hier zum Allerallerbesten gegeben wurde, tief empfunden war, formal wie inhaltlich. Wenn sie jedoch Bruce Springstein (I’m On Fire) oder „Hem“ (My Father’s Waltz) coverten, kam so manchem Anwesenden einen Moment lang der Gedanke in den Kopf: „Das ist ja besser als das Original!“ Im ausladenden Zugabenteil – freilich konnte niemand im Publikum wirklich genug von den beiden Musikerinnen bekommen – zeigten sie ein weiteres Mal, wie man etwa „The Cure“ (Whenever I’m alone with you), Crosby, Stills & Nash (Love the One You’re With) oder Frank Sinatra (My Funny Valentine) auf eine neue, andere Qualitätsstufe heben kann.
Chapeau, die Damen – und beim nächsten Mal: bitte ein paar Zuhörer mehr: das würde allein die Höflichkeit erfordern, die durchaus angebracht wäre, wenn sich zwei so liebenswerte Menschen aus den USA aufmachen, um die Herzen europäischer Zuhörer zu erobern. Ach ja: Was für ein Saisonstart!

Fotos: Volker – Filme: Golly
And now for something completely different
(das kann man übrigens auch anklicken!)

Hier ein interessanter Link: Provinzklang, eine Arbeit von Florian Lange. In der dortigen Navileiste (oben quer) "Kneipenkünstler" anklicken. Viel Spaß!
In eigener Sache:
Meinen zweiten Roman Lucky und Bajazzo (bitte anklicken) gibt es nach wie vor exklusiv bei Amazon und Kindle und selbstverständlich in der Kneipenbühne.

Das meint das Neumarkter Tagblatt (15.3.2013): Zeitreisen – sie sind ebenso faszinierend wie unbuchbar. Was wäre, wenn ich dieses und jenes noch einmal erleben könnte, um mich dann ganz anders zu entscheiden, gehört zum Durchstöbern alter Fotos oder zum Sehen eines alten Filmes …(zum Weiterlesen bitte anklicken)
… und das die Neumarkter Nachrichten: (23.3.2013): Literatur ist Arbeit. Das ist bekannt seit Thomas Mann, der morgens mehrere Stunden und nachmittags mehrere Stunden die Einsamkeit seines Arbeitszimmers suchte und an seinen Werken arbeitete … (zum Weiterlesen bitte anklicken)

 
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