Maiprogramm
>> Vorschau auf September 2006
Die Konzerte beginnen um ca. 20:30 Uhr, falls nicht anders vermerkt!
6. 5. Blues it!

Eintritt 8,- €

What's "Blues it"?
Zu jung für Volksmusik, zu alt für Techno, aber noch zu lebendig für Death-Metal. Too dumb to jazz! Ska halten wir für ein Kartenspiel und Country für einen Schokoriegel. Für Punk sind wir schon am frühen Morgen viel zu kaputt und Soul-Musik meiden wir, weil noch nicht ganz raus ist, ob sie vielleicht nicht doch blind macht.
Aber Spaß beiseite......That's "Blues it!" Die Band besteht aus sechs Musikern, die zusammen über 100 Jahre Bühnenerfahrung auf dem Buckel haben.
Vorgestellt wird eine Formation mit blues-rockigem Konzept, die sich dennoch immer wieder auch auf leisere Sohlen begibt und für die Feeling wichtiger als Posing ist.
Ziel ist es, den Blues als  tragendes Element und die daraus entstehenden Spielarten "gut rüberzubringen", that's why: Blues it!

Die Musik: mal treibend, mal einfühlsam, handmade, dynamisch und auf hohem Niveau. Gespielt werden nicht nur traditionelle Bluesnummern alter Bluesmeister wie Buddy Guy, B.B.King und John Mayall, sondern auch der rockige Texas-Blues à la ZZ-Top findet seinen Platz in einem an Bluesgeschichte abwechslungsreichen Programm, in dem natürlich ein Kick Rock'n'Roll nicht fehlen darf.
Obendrauf gibt's einen Schuß Blues it! exklusiv: Eigenkompositionen herausgeschwitzt in 1001 Bluesnacht.

Wer Blues it! bucht, erlebt treibende und energiegeladene Bluesmusik, die den Hintern wärmt, die Seele aber im Großen und Ganzen so belässt, wie der Blues es seit Menschengedenken vorschreibt - verarmt, einsam und durstig.


Blues it!

13. 5. Andrea Wolper Trio - Vokaljazz aus Kanada

Eintritt 10,- €

Andrea Wolper ist eine herausragende Jazzsängerin, die man sich live ansehen sollte. Sie verbindet das Beste aus dem Jazz-Standard-Programm mit eigenem Material und Musik aus unerwarteten Quellen - von Pop bis Poetry, mit verschiedensten Einflüssen von Blues und Harmonien aus dem Mittelmeerraum bis hin zu Soul zu einer einzigartigen Live-Erfahrung.
Andrea befindet sich während ihrer Konzerte in einem ständigen Austausch mit ihren Bandkollegen, und nimmt das Publikum mit zu einer musikalischen Reise hin zu einem hochenergetischem, manchmal humorvollem, aber immer überraschendem Abenteuer improvisierter Musik.
Neben ihrem Hauptprojekt, dem Andrea Wolper Trio, ist sie auch Mitglied der Art Lillard's Heavenly Band und hat als Gast bei vielen größeren und kleineren Jazz Projekten, u.a. dem Voices Together, sowie bei Aufnahmen von ,Poetry & Improvised Music'-Projekten mitgewirkt. 2003 organisierte (und performte) sie mit einem 13-köpfigen Frauen Jazz Ensemble auf dem JVC New York Jazz Festival, und, in einer kleineren Besetzung desselben Projektes, auf dem Musica Festival in Frascati, Italien.
Seit 1998 besteht Andrea Wolpers Trio mit dem Bassisten Ken Filiano und dem Gitarristen Michael Howell, später mit Ron Affif an der Gitarre. Ihre neue CD "The Small Hours" (VarisOne.Jazz / Fenn Music Service - deutscher V. am 29.08.2005) wurde mit diesem Stammtrio Wolper - Affif - Filiano aufgenommen. Produziert von Todd Barkan (er produzierte u.a. auch CDs von Freddie Hubbard, Grover Washington Jr., Hiram Bullock...) wurde die CD mit den Schlagzeugern Victor Lewis und Jamey Haddad, dem Flötisten Lou Marini und dem Trompeter Frank London als Gäste aufgenommen. The Small Hours präsentiert Andrea Wolpers Arrangements von Standards und Non-Standards wie auch einige ihrer Eigenkompositionen.
 
"... her voice is clear and rich and she slides off the beat just enough to really swing while her backing trio is inventive and tight... Andrea Wolper seems to really understand the nuances of jazz singing." (Jerome Wilson, Cadence)

Andrea Wolper
Feat. Ken Filiano (db) & Ron Affif (g) + special guest: Dieter
Weberpals  (fl)
 


Andrea Wolper

Ken Filiano (Kontrabass) fiel durch seine Können im Jazz, bei spontanen Improvisationen, in der Klassik und bei interdisziplinären Auftritten mit Tanz und Spoken Word auf, durch seine sehr eigene Verschmelzung der reichen Tradition des Konzertbasses zu einer scheinbaren grenzenlosen, oft erstaunlichen, Schöpfung. Er trat gemeinsam mit vielen führenden Künstlern in Jazz, Klassik und Weltmusik auf, wie Giora Feidman, in dessen Gruppe er seit über 10 Jahren spielt, Barre Phillips, Don Preston, Roswell Rudd, dem ROVA Saxophon Quartet, Ted Dunbar und vielen mehr. Ken Filiano spielte erfolgreiche Konzerte überall in den Vereinigten Staaten, Kanada, Südamerika und Europa.


Ken Filiano
 

Ron Affif (Gitarre) erwarb sich Anerkennung durch seine ganz persönliche Herangehensweise an den Jazz, durch seine Nähe zur Spielweise der Jazzelite wie z.B. Joe Pass und Pat Martino. Niemand Geringerer als George Benson sagte über ihn: ,There's a kid from my hometown, an Italian fellow: his name is Ron Affif - yeah, he's a bad dude', und weiter ,Mein favorisierter Typ von Gitarrenspielern sind diejenigen, die mit Feuer spielen, und das erste, was bei Rons Spiel auffällt, ist, dass er viel Feuer hat.' Trotz seiner Nähe zu den Meistern der Jazzgitarre hat Ron Affif eine ganz eigene Spielweise entwickelt, von der auch seine bisherigen CD's (eingespielt im Trio mit Jeff Tain Watts und Essiett bzw. solo) auf Fantasy und Pablo (alle im Vertrieb von Zyx auch in Deutschland erhältlich) zeugen...


Ron Affif

Dieter Weberpals (Flöte, special guest)  Der Querflötist Dieter Weberpals, Bandleader von Argile und Inhaber des Labels bibiafrica, hat es als (Welt-)musiker zu internationaler Anerkennung gebracht und spielte u.a. mit KünstlerInnen wie Sona Diabaté, Ilona Maria Hilliges, Famoudou Konaté, Chiha, Bajaly Suso, Moussa Diallo, Klaus-Maria Brandauer, Ramesh Shotham oder El Houssaine Kili. Geboren am 21. August 1954 in Nürnberg ist er der Stadt bis heute treu geblieben. Inspiriert von seinem älteren Bruder, der schon in den Sechzigern als Musiker arbeitete, unternahm er frühzeitig erste musikalischen Gehversuche, zunächst am Klavier. Mit Sechzehn stieg er auf Querflöte um. Nach drei Jahren Studium am Nürnberger Konservatorium von 1978 bis 1981 ging er für ein Jahr ans damals noch existente Erlanger Jazzinstitut, um bei Dieter Bihlmeier Jazzflöte zu studieren. Der Rest ist Geschichte.


Dieter Weberpals

20. 5. Sunny Bottom Boys

Eintritt 8,- €

Die 5- köpfige Truppe, die im Milleniumsjahr gegründet wurde, ist fast so außergewöhnlich wie die Jahrtausendwende selbst. Der Kopf der Boys, Doc Tailor kommt ursprünglich aus der Countryecke. Und er war es auch, der mit viel Herz und Verstand die Fäden zog und die restlichen Bandmitglieder zusammenführte. Er absolvierte unzählige Gigs mit "Firewood #1" und gilt als 100% "sattelfest".

Scotty Bullock ist seit 20 Jahren auf der Rockabilly-Bühne zuhause und tourte u.a. mit der US-Band "Swing Rays" 7 Monate quer durch die Vereinigten Staaten. Nachdem er aus den USA zurückkehrte und sich Hals über Kopf in den Bluegrass verliebte,  fand er mit dieser Combo endlich das wonach er so lange gesucht hatte.

Drummer Chris Kaempfert ist ebenfalls ein Unikum, das sich nichts aber auch wirklich nichts schenkt. Er erinnert durch seine eigenwillige Art die Trommel und das Waschbrett zu bearbeiten, sehr stark an den Schlagzeuger der Muppetshow... Falls er nicht gerade an der Schießbude sitzt, sieht man ihn mit ziemlicher Sicherheit in seinem `58er Chevy durch die Gegend cruisen, während "Surfin' Bird" aus dem Radio plärrt.

Schließlich kommt noch der "Fels in der Brandung", Charlie Lee hinzu. Er bringt durch sein enormes Feeling und dem Charme eines Don Juan seine "Squeezebox" (kleines Akkordeon) zum Blühen und die Herzen des weiblichen Publikums zum Schmelzen. Er ist das Tüpfelchen auf dem "I" dieser einzigartigen Band.

Die Sunny Bottom Boys haben sich mit Leib und Seele dem Westernswing sowie der Hillbilly- und Bluegrassmusik verschrieben. Fetzende Rockabillytunes, die dem Publikum so richtig einheizen, sind ebenso im Repertoire vertreten wie keltisch angehauchte Instrumentals zum Träumen. Bei ihren Live- Auftritten kann man im Publikum sehr oft beobachten, wie die Sonne aufgeht. Denn die fröhlich lockere Art der fünf Latzhosen-Künstler wirkt sofort ansteckend.

Übrigens:
Wer den Film der Coen- Brüder "O Brother where art thou" gesehen hat und mochte, der ist mit Sicherheit schwer von diesen Jungs begeistert. In diesem Sinne...


Sunny Bottom Boys

27. 5. Breeze The Creaze & His Flashy Flunkies

Eintritt 8,- €

Die Band präsentiert das Beste aus bislang zwei CDs ("23" + "The Ballad Of Josie"), zu erwarten ist eine musikalisch äußerst reizvolle Reise durch die Geschichte der Popmusik und Teile einer aus der Feder Gollys stammenden durchgängigen filmreifen Story über Politik, Liebe, Tod und deren unentrinnbare Verstrickungen.
Intelligente Texte und gefühlvolle Musik sind das Markenzeichen von 'Breeze The Creaze & his Flashy Flunkies', einem Trio, das Eigenes favorisiert, daneben aber auch Blues und Hippiemusik und Giganten der Liedermacherei wie Tom Waits, Randy Newman, Bob Dylan und John Lennon nicht verschmäht. 
Und das meint die Presse:

"Neumarkter Nachrichten, Kultur, 20. 12. 2005
Mit dem Film im Kopf"  - "The Ballad Of Josie" in Oberweiling vorgestellt 
Velburg/Oberweiling - "Breeze The Creaze & His Flashy Flunkies" (Golly, Jule Weidinger und Henning Frank) stellten einem begeisterten Publikum ihre neue CD "The Ballad Of Josie" vor.
Erlebbar gemacht durch das im Grunde abstrakte Medium Musik und untermauert mit erstaunlich zurückhaltenden, schlichten Texten, scheinen die Geister derer, um deren Schicksal es hier geht, im Raum zu stehen. Von Anfang an befindet sich der Zuhörer im Sog der mystischen Klänge, um dann mit dem bodennahen vielmehr untergründigen Geschehen konfrontiert zu werden. 
Unter die Haut
Der Blues geht unter die Haut, die berührenden Klänge von Gitarre, Bass, Perkussion, Didgeridoo und Bluesharp machen uns zu Empfängern für eine emotionale aber auch knallhart politische Botschaft.
Viel Arbeit an den Instrumenten und Stimmen war nötig, um die CD "The Ballad of Josie" für ein Konzert umzugestalten. Alle drei Bandmitglieder haben sich musikalisch stark weiterentwickelt, was sowohl im stimmlichen Bereich, bei den komplizierten Läufen auf Bass und Gitarre als auch in der mitreißenden Rhythmik zu spüren ist.
Schwer zu entscheiden, nach welcher Gebrauchsanweisung diese Medizin für Herz und Verstand zu genießen ist: Soll man die Story zuerst kennen, dann die mit Charme und gefühlvollem Können vorgetragenen Songs hören und dabei den "Film im Kopf" vorüberziehen lassen? Wer noch die Chance dazu hat, könnte vielleicht erst einmal nur "Musik hören" und sich die Eigenkompositionen der drei eigenwilligen Musikerpersönlichkeiten Jule Weidinger, Henning Frank und Golly blank auf die Seele fallen lassen, um sich später mit den verschiedenen Facetten der Erzählung, die dahinter steckt, bekannt zu machen. 
Stimmiges Gesamtkunstwerk
Roman, Story, Geschichte und Historie, Dichtung, Kritik, schlichter Liedertext, Tanz, Blues, Instrumentalisierung und Interpretation fügen sich zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk.
Wer sich anhören möchte, wie zu alledem auch noch ein knarzender Mikrofonständer, ein Eierschneider, eine Pizzabox und ein Wok-Deckel ins Konzept eingebaut werden, der sollte sich schleunigst die CD besorgen.
Zu kaufen gibt es das Werk im Internet oder direkt in der Kneipenbühne. Näheres hierzu unter http://www.golly.at"

Seit fast 40 Jahren sammelt der Musikwissenschaftler und leidenschaftliche Musiker Golly auf der Bühne Erfahrungen: 1969 setzte er gleichzeitig mit Martin Philippi und manchmal auch mit ihm zusammen die Bluespflänzchen, die später zur äußerst fruchtbaren Nürnberger Bluesszene heranwuchsen. Ab Mitte der 70er-Jahre wirkte er mit seinem Konzept "Großstadtmusik" bei der Liedermacherbewegung mit. Zu Beginn der 80er-Jahre gründete er die mittlerweile international von Künstlern und Publikum gleichermaßen geschätzte "Kneipenbühne" und rief die Nürnberger All-Star-Band "Jellyroll" ins Leben. Mit den Resten der Martin-Philippi-Blues-Band schwamm er anschließend als "Rufus T. Firefly" auf der neuen deutschen Welle mit und nahm andererseits am internationalen Kompositionswettbewerb der Universität Siena teil, bevor er um 1990 sein Faible für den Oberpfälzer Dialekt entdeckte und mit der Band "Triaho" den neuen Weg der Hardcore-Volksmusik ging. Dies fiel zusammen mit der Gründung seines Labels "Knopf" (KNeipenbühne OberPFalz), auf dem er mittlerweile 25 CDs veröffentlichte, von denen eine (I wonder why") nicht zuletzt aufgrund Gollys außerordentlich ungewöhnlichen Arrangements bei Lippmann + Rau (Bellaphon) unter internationalen Vertrag genommen wurde. Die Vinylausgabe dieser Scheibe wurde übrigens im vergangenen Jahr von der Zeitschrift Stereo unter die 50 schönsten LPs aller Zeiten gewählt. Die Liste der Künstler, mit denen Golly zusammenarbeitete, ist lang und spektakulär: der Schriftsteller Fitzgerald Kusz ist darunter, Komponist Heinrich Hartl, Kammersängerin Eva-Maria Avril, der Künstler Peter Hammer, der leider viel zu früh verstorbene Geschichtenerzähler Ralf Huwendiek, fränkische Urgesteine wie Klaus Brandl und Keili Keilhofer, Ulknudel Lizzy Aumeier - um nur einige zu nennen. Unlängst produzierte er die Nürnberger Künstlerband "Krunk - wurst class musuc" um den international bekannten Kulturpreisträger Fred Ziegler. Im vergangenen Jahr folgte die CD "Wahre Geschichten", von deren freier Musik der Film- und Fernsehregisseur Josef Rödl (Heimatfilme wie "Albert warum", Tatort- und Krimiproduktionen unter anderem mit Bruno Ganz) so angetan war, dass er Teile daraus für seinen Kurzfilm "Mein Mörder mein Mann " verwendete.
Bereits mit fünf Jahren begann Jule Weidinger (Gesang, Bass) begeistert zu singen und zu flöten. In einer Schülerlband verfeinerte sie ihr Faible, lernte Bass und interessierte sich gleichzeitig für Gitarre. Sie verdiente sich ihre ersten musikalischen Meriten bei der Neumarkter Band Beggar's Banquet, einer Bluesrock-Coverformation, die sich ziemlich schnell zu Blues und Funk hingezogen fühlte. Zu ihrem Instrument wurde aber letztlich der 5-saitige E-Bass, den sie mit Verve und Feeling spielt. Das Besondere: sie kann auch zu schwierigen Bassläufen sauber und gefühlvoll singen. Jule studiert seit Juli 2005 am Music College in Regensburg Gesang.
Henning Frank, von Beruf Steinmetz, bringt mit seiner angenehmen Stimme, dem Didgeridoo, Perkussionsinstrumenten und seinem Schlagzeug zusätzlich Farbe in die Band. Als langjähriges Mitglied der Bluesgruppe Bad Penny erarbeitete er sich ebenso Routine wie in der Unterhaltungscombo Sigst'as und der Hilpoltsteiner Partyband Hobbetz.



Breeze The Creaze & His Flashy Flunkies

 

29. 5. Ende der Saison

Als Mitglied kann man aktiv das Gesamtprogramm noch attraktiver gestalten.
Ermäßigung für Mitglieder: bei Konzerten 3 €, bei Filmen 1 €.
Nur bei Konzerten: 2 € Ermäßigung für Schüler, Studenten, Behinderte mit Ausweis. Programmänderungen vorbehalten.